Gleich hinter Swakopmund beginnen die Dünen der Namibwüste. Während Chris Nel Luft aus den Reifen lässt, um den Landrover auf den tiefen Sand vorzubereiten, erzählt er vom "Müsli" aus angewehten Pflanzenresten, das Silberfische gerne fressen und damit den Anfang einer Nahrungskette bilden. Wo andere nur ein kleines Loch im Sand sehen, springt Chris aus dem Auto und gräbt gezielt und mit sicherem Blick einen Gecko aus. Jeder aus der maximal 8-köpfigen Gruppe kann ihn auf die Hand nehmen - der durchsichtige Wüstengecko wird dort minutenlang still verharren und sich betrachten lassen. Auch kleine beinlose Blindschleichen räkeln sich mit ihrer wächsernen Haut auf der Handfläche.Tok-Tok-Käfer stellen sich frühmorgens auf die Hinterbeine und fangen einen Nebeltropfen aus dem Atlantikdunst als Trinkreservoir auf. Wüsten-Eidechsen rasen wie kleine Rennwagen über den glühenden Sand.
Eine ungewohnte Perspektive auf die Namib Wüste
Mit etwas Glück werden Ihnen auch auch Sidewinder-Ottern und Skorpione in der scheinbaren Leere der Wüste begegnen. Oder die tanzende Jagdspinne "White Lady", die im Sand vergraben auf ihre Opfer wartet und mit 44 Umdrehungen pro Sekunde Rad schlägt, um einem Feind zu entkommen.
Wer ein Chamäleon findet, kann es mit einigen weniger glücklichen Käfern verköstigen. Die klebrige Zunge fährt zielstrebig aus und holt sich lässig den Leckerbissen vom Zeigefinger.
Nicht zu vergessen: Hier in der Wüste erleben Städter, wozu Geländewagen einmal gebaut wurden: Souverän gelingt es ganz nebenbei, hundert Meter hohe Dünen herauf zu fahren und einen freien Blick auf weitere Dünenkämme und den Atlantik zu gewinnen.
Preis für eine 4 bis 5-stündige Tour: 50 Euro pro Person. Eine Tour in die Namibwüste kann einzeln oder als Baustein einer Namibiareise gebucht werden. Buchungsanfragen bitte an Elizabeth de Beer unter
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